Donquichotterien

19.06.2023

Opernprojekt im Sommersemester 2023 | Karten ab sofort erhältlich

Jeder kennt Donquichottes Kämpfe gegen Windmühlen und Hammelherden, die er im einen Fall für Riesen, im anderen Fall für fremde Heere hält. Seine treue Liebe und Verehrung für die edle Dulcinea von Toboso (eigentlich ein Bauernmädchen aus dem Nachbardorf) ist ebenso legendär, wie die zahllosen Abenteuer, die er mit dem treuen Knappen Sancho Pansa erlebt und an deren Ende beide meist verprügelt werden.

Unter der Gesamtleitung von Prof. Katharina Thoma präsentiert die Opernschule der HfM Würzburg am 30. Juni, sowie am 1., 3. und 4. Juli 2023 ihr Sommerprojekt unter dem Titel "Donquichotterien", das Cervantes' Helden im Zuge zweier Kurzopern aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

Bei Manuel de Fallas "El retablo de maese Pedro" (1923) wird Don Quijote als Zuschauer einer Puppentheateraufführung so sehr in die Handlung hineingezogen, dass er dem Puppenspieldirektor Meister Pedro die ganze Aufführung (und die Puppen) ruiniert, weil er sich heldenhaft kämpfend ins Bühnengeschehen einmischt. Bei schönem Wetter findet dieser Teil des Abends im Innenhof des Gebäudes Bibrastraße unter freiem Himmel statt.

Dem zweiten Stück des Abends, ″Don Quichotte chez la Duchesse″ (1743) von Josef Bodin de Boismortier, liegt eine Episode aus dem zweiten Band des Romans zugrunde. Hier haben unsere beiden Helden bereits eine solche Berühmtheit erlangt, dass sie von den anderen Romanfiguren erkannt werden. Musikalisch entfaltet das Werk barocke Sinnenfreude im Theater in der Bibrastraße.

Karten sind im Vorverkauf beim Ticketservice im Falkenhaus erhältlich.