Keynote: Community Music – Einführung und Positionierung

Prof. Dr. Alicia de Bánffy-Hall und Prof. Rabih Lahoud

In dieser Key Note werden nach einer Einführung in das Feld der Community Music durch internationale Praxisbeispiele Möglichkeiten der Positionierung aufgezeigt und beleuchtet.

Prof. Dr. Alicia de Bánffy-Hall

Prof.in Dr.in Alicia de Bánffy-Hall studierte Performing Arts / Community Music am Liverpool Institute for Performing Arts und schloss anschließend einen MSc in Arts and Cultural Management an der Manchester Metropolitan University ab. An der Hochschule für Musik und Theater München promovierte sie und erhielt für ihre Dissertation den Kulturpreis Bayern.

Von 2004 bis 2012 leitete sie als Direktorin die Community Arts Company „Amabadelo“ und realisierte Projekte in Kultur-, Gemeinde- und Bildungseinrichtungen in Liverpool im Bereich Musik, Bewegung und Theater. 2015 übernahm sie die konzeptionelle Leitung der ersten vier Community-Music-Projekte bei den Münchner Philharmonikern. Zwischen 2018 und 2021 beriet sie das Konzerthaus Dortmund bei der Entwicklung von Community Music. Von Mai 2022 bis Juni 2023 war sie als Critical Friend für die Elbphilharmonie Hamburg im Rahmen des Community-Projekts „Love Est“ tätig.

Darüber hinaus leitet sie den Zertifikatslehrgang Community Music an der Landesmusikakademie NRW und ist seit 2022 Professorin für Community Music an der Hochschule Düsseldorf. Sie ist Vorsitzende der Community Music Activity Commission der International Society of Music Education, Research Fellow am Laurier Centre for Music in the Community in Kanada, Gründerin des Community Music Netzwerks sowie Mitglied des Editorial Boards des International Journal of Community Music.

Prof. Rabih Lahoud

Der deutsch-libanesische Sänger und Komponist Rabih Lahoud gehört zu den markantesten Stimmen des zeitgenössischen Jazz und der transkulturellen Musikszene. Mit seiner Verbindung von arabischer Musikkultur, europäischer Klassik und Jazzsprache entwickelt er eine eigene künstlerische Sprache, die international Anerkennung findet.

Als Sänger der mehrfach preisgekrönten Band Masaa veröffentlichte er bislang fünf Alben bei Traumton Records und erhielt unter anderem den Deutschen Jazzpreis, den WDR Jazzpreis, den Weltmusikpreis RUTH sowie den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Darüber hinaus ist Lahoud Mitglied des Trickster Orchestra (Leitung: Cymin Samawatie & Ketan Bhatti), das 2022 mit dem Deutschen Jazzpreis in der Kategorie Großes Ensemble ausgezeichnet wurde. Konzertengagements führten ihn als Solisten zu renommierten Orchestern und Festivals, darunter die Hamburger Symphoniker, die Bremer Kammerphilharmonie, das Gürzenich Orchester Köln und die Monheim Triennale.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist Lahoud ein engagierter Pädagoge. Er war Gastprofessor am Jazz-Institut Berlin und hatte Lehraufträge u. a. an den Musikhochschulen in Dresden, Mannheim, Düsseldorf, Hamburg und Essen. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Stimmbildung, Ensemblearbeit, transkulturelle Musikpädagogik und Mikrotonalität im Gesang.

Auch als Autor und Komponist ist er aktiv: Sein Buch Stimme im Flow widmet sich künstlerischer Stimmtechnik, Flow Methodik und Kreativität, seine Kompositionen reichen von A-cappella-Werken über Kantaten bis zu großformatigen Projekten mit Orchester.

Rabih Lahoud vereint in seiner Arbeit kulturelle Vielfalt, künstlerische Exzellenz und pädagogische Erfahrung– Eigenschaften, die  ihn zu einer prägenden Stimme der Gegenwartsmusik machen.