Prof. Dr. Katharina Deserno

Instrumental- und Vokalpädagogik | Violoncello | Fachgruppensprecherin Instrumental-/Vokalpädagogik
© Shoo Kim
Gebäude: Bibrastraße
Sprechstunde: 63

Katharina Deserno wurde im Rahmen eines „Leuchtturm-Verfahrens" zum Wintersemester  2023/24 an die HfM Würzburg berufen.

Noch während ihres Studiums begann sie als Assistentin von Prof. Maria Kliegel an der HfMT Kön zu unterrichten. 2008 begann sie als eine der jüngsten Lehrenden an der Hochschule für Musik und Tanz Köln eine eigene Violoncelloklasse zu unterrichten, mittlerweile sind viele ihrer Studierenden und ehemaligen Studierenden Preisträger internationaler und nationaler Wettbewerbe. 2012 bis 2014 übernahm sie außerdem Lehraufträge für die Fächer Musikwissenschaft und Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Von 2015- 2023 war sie Professorin für Instrumentalpädagogik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. 2022 übernahm sie zusätzlich eine Vertretungsprofessur für Violoncello an der Hochschule für Musik Mainz. Sie wird regelmäßig eingeladen Workshops und Masterclasses zu geben und in Jurys mitzuwirken.  

Katharina Deserno erhielt ihre künstlerische Ausbildung als Cellistin bei Gerhard Mantel, Philippe Muller und Maria Kliegel in Frankfurt, Paris und Köln und schloss diese 2007 mit künstlerischem Diplom, 2009 mit Konzertexamen sowie Diplom in Musikpädagogik mit Auszeichnung ab. Zusätzliche Studien der Musikwissenschaft, Erziehungswissenschaften und Romanistik.

Promotion interdisziplinär in Musikwissenschaften und Musikpädagogik über „Cellistinnen. Transformationen von Weiblichkeitsbildern in der Instrumentalkunst“ (Böhlau 2017). Das Dissertationsprojekt wurde von der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., der Mariann-Steegmann-Foundation und der Boehringer-Ingelheim-Stiftung für Geisteswissenschaften gefördert und mit „summa cum laude“ bewertet.

Weitere Publikationen und Forschungsarbeit mit Schwerpunkt Gender Studies zu Interpretinnen und Komponistinnen sowie zum Thema „Anerkennung und Differenz in der Instrumentalpädagogik“ (vgl. Deserno 2015 und 2018);  zahlreiche Publikationen in Fachzeitschriften und Sammelbänden sowie Herausgebertätigkeit von Noten (Bärenreiter, Schott). Vorträge im In- und Ausland. Ihr Cello-Notenheft erschien bei Schott und war lange Zeit ein Noten-Topseller, ein weiteres Celloheft bei Schott wurde 2021 auf Chinesisch übersetzt.

Katharina Desernos internationale Konzerttätigkeit als Cellistin ist dokumentiert in CD-Produktionen bei Kaleidos und Wergo, zahlreichen Uraufführungen, Tourneen und Einladungen zu Festivals und Masterclasses (Rolandseck-Kammermusikfestival, Euroarts  u.a.) sowie Rundfunkübertragungen (WDR, Deutschlandfunk, Radio Clasica, ORF u.a.). Auf ihren CDs präsentiert Katharina Deserno Werke von Ludwig van Beethoven, Sergej Rachmaninov, Alexander Grechaninov, Clara Schumann, Fanny Mendelssohn, Rebecca Clarke, Konrad Lang sowie Kammermusik von Barbara Heller u.a. Alle Einspielungen wurden von der Presse vielfach gelobt und enthalten Weltersteinspielungen. Rezensionen sprechen von „vollendetem Spiel“, „technischer Perfektion“ und einem „wunderbaren Programm“ (Rondo-Magazin). Zuletzt nahm Katharina Deserno eine CD mit Werken für Cello solo von Violeta Dinescu und Johann Sebastian Bach auf. Pressereaktionen sprechen von einer „beeindruckenden CD“ (Badisches Tageblatt) von einem „außergewöhnlichem, bewegenden Album“ (Musenblätter) und einer „packenden Interpretation“ (pizzicato), ihre Interpretation der Bachsuiten sei „meisterhaft“ (Das Orchester). Die zweite CD mit neuen Solowerken von Dinescu liegt nun vor.  Sie spielt ein Violoncello von Carlo Antonio Testore aus dem Jahr 1715, das ihr von einem Mäzen zur Verfügung gestellt wird.

Katharina Deserno war viele Jahre stellvertretende Sprecherin der ALMS (Arbeitsgemeinschaft der Leitenden Musikpädagogischer Studiengänge), engagierte sich im Vorstand der European String Teachers Association (ESTA); sie ist Mitglied im DTKV, im Arbeitskreis Frau und Musik e.V. sowie gefördertes Mitglied der GEDOK. Desweiteren ist sie assoziiertes Mitglied des Cornelia Goethe Centrums für Frauen- und Geschlechterstudien an der Johann Wolfgang von Goethe Universität Frankfurt.

An der HfMDK Frankfurt war sie Ausbildungsdirektorin Instrumentalpädagogik und Fachgruppensprecherin Pädagogik, betreute den Bereich Fachdidaktik und Methodik und koordinierte zahlreiche Kooperationen mit Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen, initiierte Schul- und Vermittlungsprojekte, Kinderkonzerte und Projekte mit jugendlichen Geflüchteten (For All People, Musik Monat Mai u.a.). Von 2015- 2023 war sie künstlerische Leiterin von Yehudi Menuhin Live Music Now Frankfurt e.V.

An der HfM Würzburg ist sie Fachgruppensprecherin der Fachgruppe Instrumental- und Vokalpädagogik/Elementare Musikpädagogik. Außerdem hat sie die künstlerische Leitung von Yehudi Menuhin Live Music Now Würzburg/Franken übernommen und engagiert sich bei Rhapsody in School.


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