D-bü Wettbewerb 2026

06.05.2026

Gewinner der deutschen Musikhochschulen stehen fest

Die Preisträger und Preisträgerinnen mit dem Organisationsteam | ©Stefan Bausewein

Mit einer feierlichen Preisverleihung ist am vergangenen Wochenende der D-bü-Wettbewerb für neue Konzertformate der deutschen Musikhochschulen 2026 in Würzburg zu Ende gegangen. Acht Studierenden-Ensembles waren aus 55 Einreichungen der 24 deutschen Musikhochschulen ausgewählt worden, um innovative Konzertformate an außergewöhnlichen Spielorten der Stadt auf die Bühne zu bringen.

Der Wettbewerb, der alle zwei Jahre an einer anderen Musikhochschule stattfindet und 2026 von der Hochschule für Musik Würzburg ausgerichtet wurde, gilt als wichtige Plattform für den kreativen musikalischen Nachwuchs. Studierende der deutschen Musikhochschulen kuratierten und präsentierten Programme mit genreübergfreifenden Ansätzen, Alter und Neuer Musik, Musiktheater bis hin zu immersiven, performativen Medieninstallationen und machten dabei deutlich, wie vielfältig, lebendig und reflektiert die nächste Generation der Musikszene unterwegs ist.

Drei Preise vergeben

Im Rahmen der Preisverleihung am 2. Mai im Theatersaal der Hochschule für Musik Würzburg wurden die acht Finalkonzerte in kurzen Videos präsentiert. Außerdem gab es Redebeiträge vom Präsidenten der Hochschule für Musik Würzburg Prof. Dr. Christoph Wünsch, von Dr. Markus Braig vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sowie von Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig. Der künstlerische Berater des D-bü Wettbewerbs 2026 Jonathan Pengl berichtete unter anderem vom begleitenden Workshopangebot, welches auch eine Kooperation mit dem Würzburger Mozartfests beinhaltete.

Die aus Studierenden der deutschen Musikhochschulen bestehende Jury unter Anleitung von Prof. Dr. Wiebke Rademacher (mdw Wien) würdigte alle Beiträge und vergab die gleichrangigen und jeweils mit 4.000 Euro dotierten Preise schließlich an folgende Ensembles:

Preis für Originalität:
Ensemble Hunch mit dem Programm Villa Echoes - Klang der Erinnerung
Hochschule für Musik und Theater München (Maria Matinyan, Paul Bießmann, Ophelia Flassig)

Preis für Wiederaufführbarkeit:
(da)ensemble mit dem Programm Ara(da)zwischen
Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar (Clara Reinsch, Ipek Atila, Milea Henning)

Preis für Publikumserfolg:
Püppchenkollektiv mit dem Programm Frauenliebe und Überleben
Hochschule für Musik und Theater Rostock (Lea Hartlaub, Maxine Moesta, Lara Göhlert, Olesia Stepanova, Viktor Maria Sommerfeld)

Großes Publikumsinteresse an allen Konzertabenden

Die acht Finalkonzerte vom 28. April bis 1. Mai waren ein voller Erfolg: Sämtliche Veranstaltungen waren sehr gut besucht oder sogar ausverkauft. Die ungewöhnlichen Aufführungsorte vom Staatlichen Hofkeller über Technoclub Dornheim, Museum im Kulturspeicher bis hin zur Kletterhalle ermöglichten neue Perspektiven auf Konzertdramaturgie, Musikperformances und Publikumspartizipation. „Der D-bü-Wettbewerb zeigt eindrucksvoll, wie innovativ und gesellschaftlich relevant junge Musiker*innen heute denken und arbeiten. Ich bin tief berührt von den wunderbaren Geschichten, die die jungen Künstler in den unterschiedlichen Performances erzählt haben. Ich freue mich jetzt bereits auf den nächsten D-bü-Durchgang 2028 an der Hochschule für Musik Dresden.“ – so Christian Fischer, Vorsitzender der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen.

Der künstlerische Leiter des Wettbewerbs, Jürgen Ruck, betonte: „Die Bandbreite der Beiträge war beeindruckend. Von intimen, persönlichen Formaten bis hin zu raumgreifenden, multimedialen Inszenierungen. D-bü ist ein Ort, an dem musikalische Zukunft sichtbar und hörbar wird.“

Plattform für Austausch und Innovation

Neben dem Wettbewerbsgedanken stand auch der Austausch im Wettbewerbscampus im Mittelpunkt. D-bü versteht sich bewusst als Plattform für Weiterentwicklung und neue Konzertformate, die auch Menschen ansprechen, die bisher wenig Zugang zur klassischen Musik hatten.
Projektleiterin Antje Hübenbecker, die auch durch die Preisverleihung führte, zieht ein positives Fazit: „Wir haben in diesen Tagen erlebt, wie Musik Menschen verbindet; über Genres, Räume und Erwartungen hinweg. Die Energie, die Kreativität und der Mut der Ensembles waren beeindruckend.“

Der Livestream der Preisverleihung im Theatersaal der Würzburger Musikhochschule sowie die Trailer der acht Finalbeiträge sind demnächst auf der D-bü–Website verfügbar.

Das "Püppchenkollektiv" der HfMT Rostock | ©Stefan Bausewein
Das "(da)ensemble" der HfM Franz Liszt Weimar| ©Stefan Bausewein
Das Ensemble "Hunch" der HMTM | ©Stefan Bausewein