Wie frei ist die Kunst?

"Fortuna Imperatrix Mundi". Musik und ihre (Um-)Deutung in der rechtsextremen Szene

Format

Vortrag mit anschließender Diskussion

Inhalt

Der Gebrauch von Musik zur Artikulierung politischer Haltungen hat sich in der rechtsextremen Szene in den letzten zehn Jahren enorm gewandelt. Geprägt ist er durch eine Übergriffigkeit auf die Hochkultur sowie Musik aus anderen Kontexten und ihren Medien, die dem „Mainstream“ zuzuordnen sind. Dazu gehört Filmmusik ebenso wie Cover-Versionen von kommerziell erfolgreichen Songs mit hohem Verbreitungsfaktor. In den Fokus rücken mit dem Missbrauch der Werke Carl Orffs sowie den Produktionen des (ehemals) rechten Deutsch-Rapper Chris Ares zwei exemplarische Beispiele für diverse Musik- und Sound-Typologien. Für sie kennzeichnend sind die zunehmende Codierung und Verschleierung rechtsextremer Intentionen, um insbesondere einem jüngeren Publikum eine „Anschlussfähigkeit“ zu suggerieren.

Durch diese „Anschlussfähigkeit“ ist es zunehmend möglich, dass (neben bewusster Provokation) SchülerInnen diese Musik auch unbewusst in den Klassenraum mitbringen. Es sollen Anknüpfungspunkte im regulären Musikunterricht gefunden und Methoden im Umgang anhand der oben benannten Beispiele aufgezeigt werden.


Referentinnen

Helen Hammerich, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Musikpädagogik an der hmt Rostock. Sie studierte Lehramt an Gymnasien mit den Fächern Musik und Chemie. In ihrem Dissertationsprojekt beschäftigt sie sich mit dem Umgang mit rechtsextremer Musik im Musikunterricht.

Prof. Dr. phil. habil. Yvonne Wasserloos, Professorin für Musikwissenschaft am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der hmt Rostock. Sie ist Mitbegründerin und -herausgeberin der 2017 eingerichteten, interdisziplinären Publikationsreihe "Schriften zur Politischen Musikgeschichte" im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht. Ihre Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Musik, Gesellschaft und Politik, insbes. im Nationalsozialismus und im Rechtsextremismus, Besatzungsmusik in Dänemark (1940-1945), Erinnerungskultur und Rezeptionsforschung und politische Popularmusik.

Projektteam

Marisa Freibott, Miriam Hirt, Selina Höß, Felix Linsmeier

Projektbegleitung

Prof. Almut Gatz, Prof. Dr. Gerhard Sammer


Anmeldung zur Veranstaltung

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Mi 26.05.

19:00 Uhr
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