Leitung: Eva Nolte M.A., zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule für Musik Detmold
Vorurteile? Ich doch nicht – dieser Satz fällt häufig an Musikhochschulen. Diese Annahme beruht auch auf der hohen Internationalität von Musikhochschulen: Lehrende wie Studierende aus der ganzen Welt treffen hier aufeinander. Viele Kontaktmöglichkeiten bedeuten jedoch nicht automatisch den Abbau eigener Vorurteile und Stereotype. Dies gilt ebenfalls im Hinblick auf Vorannahmen z.B. gegenüber gesellschaftlichen Gruppen wie Menschen mit Behinderung oder Menschen mit einer sexuellen Orientierung, die nicht der der Mehrheit entspricht. Die Bearbeitung des eigenen sogenannten unconscious bias ist eine Aufgabe, die aktives Engagement erfordert. Von der Auseinandersetzung mit den eigenen unbewussten Voreinstellungen profitiert sowohl die eigene Lehre als auch die Mitarbeit in der Hochschulselbstverwaltung.
In dem Training lernen die Teilnehmenden in einem Mix aus praktischen Übungen und Vortrag den Unterschied zwischen Stereotyp und Vorurteil kennen, bekommen einen Überblick über gängige Vorurteile und erfahren, wie der Kontext Musikhochschule bzw. Kulturszene immer noch asymmetrische Machtverhältnisse begünstigt.
Lernziele
Die Teilnehmenden
• kennen ihre eigenen Vorurteile sowie ihre Position im Gefüge gesellschaftlicher Hierarchien,
• kennen das Konzept des othering und können es in ihrer Lehre anwenden, und
• können ihre eigene Rolle sowohl in der Lehre als auch in der Selbstverwaltung der Hochschule kritisch reflektieren.
Zielgruppe
Für alle Lehrenden, Neulehrende und Neuberufene (empfohlen im Rahmen eines Onboardings)
Voraussetzungen
Bereitschaft zur kritischen Selbstreflexion
Format
Online-Workshop
Themenfeld und Arbeitseinheiten
Reflexion und Feedback: 6 AE
Kontakt bei Fragen
Netzwerk 4.0
Dr. Marianne Nowak
0151 56766973
lehrzertifikat@hfm-detmold.de
Über das Netzwerk 4.0 der Musikhochschulen
Das Netzwerk 4.0 versteht sich als strategische Allianz. Darin engagieren sich 18 der 24 Musikhochschulen in Deutschland mit insgesamt rund 13.500 Studierenden, um die Potentiale der Digitalisierung für Lehre und Studium an Musikhochschulen gemeinsam zu erschließen. Gefördert wird das Netzwerk 4.0 als bundesweit mitgliederstärkstes Verbundprojekt im Programm „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre.
