Leitung: Isabelle Sophie Heiss
Musikalisch-künstlerischer (Einzel-)Unterricht bietet aufgrund der langfristig angelegten Lehr-Lernbeziehung die Chance von großer Individualität und Intensität. Dabei findet der Unterricht in einem Spannungsfeld von Nähe und Distanz statt. Wenn Nähe gelingt, trägt sie als Nährboden zu einer positiven Lehr-Lern-Situation bei und lässt Lernende geradezu über sich hinauswachsen.
Doch besonders der Unterricht abgeschirmt vom Blick Dritter birgt aufgrund des Abhängigkeitsverhältnisses und den diesen Unterrichten innewohnenden Ansprüchen, Erwartungshaltungen sowie Körperlichkeit und Emotionalität eine besonders große Gefahr für Grenzüberschreitungen.
Was ist übergriffiges Verhalten im musikalisch-künstlerischen Unterricht? Wie kann eine gute Balance von Nähe und Distanz gelingen? Diese Veranstaltung ermöglicht erste Einblicke in die Thematik und unterstützt Lehrende dabei, ihren Unterricht im Hinblick auf Nähe und Distanz reflektiert zu gestalten.
Lernziele
Als Teilnehmende
• lernen Sie, was Nähe und Distanz an künstlerischen Hochschulen bedeuten.
• erfahren Sie, wie das Thema in den gesellschaftlichen Kontext und den Hochschulkontext eingebettet ist.
• lernen Sie die Dimensionen und Funktionen von Nähe und Distanz kennen.
Zielgruppe
Für alle Lehrenden an künstlerischen Hochschulen
Format
Online-Workshop
Themenfeld und Arbeitseinheiten
Reflexion und Feedback: 5 AE
Kontakt bei Fragen
Netzwerk 4.0
lehrzertifikat@hfm-detmold.de
Über das Netzwerk 4.0 der Musikhochschulen
Das Netzwerk 4.0 versteht sich als strategische Allianz. Darin engagieren sich 18 der 24 Musikhochschulen in Deutschland mit insgesamt rund 13.500 Studierenden, um die Potentiale der Digitalisierung für Lehre und Studium an Musikhochschulen gemeinsam zu erschließen. Gefördert wird das Netzwerk 4.0 als bundesweit mitgliederstärkstes Verbundprojekt im Programm „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre.
