Die heutige Zeit ist von vielen Krisen geprägt, unter anderem dem Nahostkonflikt. Musik hingegen kann als verbindendes Element wahrgenommen werden.
Freuen Sie sich auf einen spannenden Vortrag der Musikethnologin Dr. Clara Wenz. Dieser widmet sich den Musikkulturen derjenigen Juden, die ehemals in den arabischen und mehrheitlich muslimischen Nachbarländern Israels, also etwa Syrien, dem Libanon oder Ägypten, beheimatet waren. Er gibt Einblicke in die liturgischen Traditionen der jüdischen Gemeinde aus Aleppo, in die Bedeutung jüdischer Musiker*innen für die Überlieferung klassischer arabischer Musik sowie in die Geschichte einer in Berlin „gepressten“, aber im Libanon produzierten hebräischen Schallplatte. Diese Einblicke, so die Grundthese des Vortrags, problematisieren die den andauernden Israel-Palästina-Konflikt bestimmende Tendenz, „arabisch“ und „jüdisch“ als verfeindete und prinzipiell voneinander getrennte Identitäten zu betrachten.
Wir freuen uns auf Sie!
