MÜNCHEN/AUGSBURG. Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume hat heute in Augsburg den bayerischen „Preis für gute Lehre“ an 20 herausragende Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten aus ganz Bayern verliehen. Zudem wurde erstmals der Anerkennungspreis für vorbildliche Lehre von Lehrbeauftragten vergeben. Markus Blume betonte: „Gute Lehre ist der Herzschlag der Wissenschaft. Wo engagiert und passioniert gelehrt wird, entsteht Neugier, Mut und Vision. Exzellente Lehre ist die Grundlage für exzellente Forschung – das eine gedeiht nicht ohne das andere. Wissenschaft lebt von überzeugender Vermittlung. Herzlichen Glückwunsch an alle unsere Preisträgerinnen und Preisträger – sie sind Helden der Lehre und machen den Unterschied im Hörsaal. Mit echter Hingabe und beeindruckender Kreativität leisten sie Herausragendes: Sie vermitteln die eigene Begeisterung und formen Persönlichkeiten.“
An die Preisträgerinnen und Preisträger gerichtet sagte Minister Blume: „Sie machen Hörsäle und Seminarräume zu Orten der Inspiration. Ob digital, interaktiv oder besonders praxisnah – gute Lehre ist der Kompass für junge Talente. Dabei gilt: Gute Lehre ist vor allem zukunftsfähige Lehre. Viele unserer ausgezeichneten Dozentinnen und Dozenten zeigen kluge Konzepte, wie Künstliche Intelligenz in den Lehr- und Lernalltag integriert werden kann, sodass echter Erkenntnisgewinn entsteht. Das bauen wir weiter aus. Mit unserer KI-Strategie für die Hochschulen erschließen wir KI strategisch als didaktische Ressource der Zukunft.“
„Preis für gute Lehre“ als Zeichen der Wertschätzung
Der Wissenschaftsminister hob hervor: „Mit unseren Lehrpreisen setzen wir ein klares Zeichen: Lehre steht gleichberechtigt neben der Forschung. Sie ist kein Beiwerk, sondern Fundament unseres Wissenschaftssystems. Wer Wissen teilt, vervielfacht es – und genau das zeichnen wir heute aus. Besonders freut mich, dass wir in diesem Jahr erstmals einen eigenen Preis für Lehrbeauftragte vergeben können. Lehrbeauftragte sind eine tragende Säule unseres Wissenschaftssystems: Sie bringen wertvolle Praxiserfahrung in die Lehre und sorgen für eine einzigartige Vielfalt im Studienangebot. Mit dem neuen Anerkennungspreis würdigen wir ihr besonders Engagement.“
Premiere für neuen Anerkennungspreis für Lehrbeauftragte
Der „Preis für gute Lehre“ wird hochschulartübergreifend an Lehrende staatlicher Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen sowie Kunsthochschulen verliehen. Insgesamt werden 20 Preise vergeben: zwölf an Universitäten, sechs an Hochschulen für angewandte Wissenschaften und zwei an Kunsthochschulen. Zusätzlich gibt es ab diesem Jahr den Anerkennungspreis für vorbildliche Lehre von Lehrbeauftragten. Die Auszeichnung ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert und würdigt Lehrkonzepte mit besonderem Innovations- und Vorbildcharakter. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von ihren Heimathochschulen vorgeschlagen; auch Studierende sind an der Auswahl beteiligt.
Den Rahmen der diesjährigen Verleihung bildete der „Bayerische Tag für gute Lehre“ an der Technischen Hochschule Augsburg der in Zusammenarbeit mit der Universität Augsburg, der Hochschule Kempten und der Hochschule Neu-Ulm gestaltet wurde.
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Jahres 2025
- PD Dr. Philipp Arnold (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Medizinische Fakultät)
- Stefanie Chabert (Universität Passau, Geistes- und Kulturwissenschaftliche Fakultät)
- Andreas Eberl (Universität Regensburg, Fakultät für Mathematik)
- Dr. Katharina Ebner (Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Katholisch-Theologische Fakultät)
- Prof. Dr. Carolin Freier (Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Fakultät Sozialwissenschaften)
- Prof. Dr. Sibylle Gaisser (Hochschule Ansbach, Fakultät Technik)
- Prof. Dr. Andreas Kist (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Technische Fakultät)
- Christian Kremitzl (Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik)
- Prof. Dr. Matthias Laub (Hochschule Landshut, Fakultät Soziale Arbeit)
- Prof. Dr. Alisa Machner (Technische Universität München, School of Engineering and Design)
- Prof. Dr. Olivia Merkel (Ludwig-Maximilians-Universität München, Fakultät für Chemie und Pharmazie)
- Ole Müller (Akademie der Bildenden Künste München)
- Prof. Dr. Martin Ott (Universität Bayreuth, Kulturwissenschaftliche Fakultät)
- Prof. Dr. Martina Otten (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Fakultät für Nachhaltige Agrar- und Energiesysteme)
- Prof. Dr. Martin Pohl (Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, Fakultät Informatik und Mathematik)
- Daniela Ruck (Hochschule für Musik Würzburg)
- Dr. Georgia Samaras (Technische Universität München, School of Social Sciences and Technology)
- Prof. Dr. Claudia Schäfle (Technische Hochschule Rosenheim, Fakultät für Angewandte Natur- und Geisteswissenschaften)
- Prof. Dr. Klaus M. Schmidt (Ludwig-Maximilians-Universität München, Volkswirtschaftliche Fakultät)
- Dr. Christiane Schmidt-Maiwald (Universität Augsburg, Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Die Preisträgerin der Anerkennungspreis für Lehrbeauftragte 2025
- Victoria Riess (Universität Passau, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Mehr Informationen zu Daniela Ruck:
Daniela Ruck ist als Lehrkraft für besondere Aufgaben für Elementare Musikpädagogik und Vokale Musizierpraxis tätig. Sie zeichnet sich durch herausragende fachliche Expertise, insbesondere in der vokalen Musizierpraxis, aus, die sie durch eigene Unterrichtserfahrungen und Fortbildungen stetig erweitert. Ihr Unterricht ist strukturiert, flexibel und wird von Studierenden sehr positiv bewertet, was sich in exzellenten Evaluationsergebnissen widerspiegelt. Frau Ruck engagiert sich aktiv in der Weiterentwicklung von Studiengängen und bringt innovative, praxisnahe Lehrkonzepte ein, etwa durch die Leitung von Modellklassen mit Grundschulkindern und die Betreuung von Einzel- und Gruppenstimmbildung. Sie verbindet künstlerisch-praktische Kompetenz mit pädagogischer Reflexion und wissenschaftlich fundierter Didaktik, fördert eine reflektierte pädagogische Haltung und unterstützt Studierende in ihrer künstlerischen Entwicklung. Ihr Engagement im Teamteaching und in Projekten wie „EMP on Tour“ unterstreicht ihre Innovationskraft und Kooperationsfähigkeit. Auch in der Betreuung von Praktika überzeugt sie durch differenzierte und fördernde Rückmeldungen. Insgesamt leistet Daniela Ruck mit hoher fachlicher und pädagogischer Qualität einen maßgeblichen Beitrag zur Profilbildung und Qualität der Studiengänge.
Quelle: Pressemitteilung des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst