FAQ

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen

Eine Diskriminierung liegt vor, wenn Menschen aufgrund eines schützenswerten Merkmals benachteiligt werden und dafür kein sachlicher Grund vorliegt.

Zu den schützenswerten Merkmalen zählen laut Gesetz (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, AGG) und der daran angelehnten Antidiskriminierungsrichtlinie der Hochschule:

→ die ethnische Herkunft bzw. rassistische Zuschreibungen,

→ das Geschlecht,

→ die Religion oder Weltanschauung,

→ das Alter,

→ die sexuelle Identität,

→ eine chronische Krankheit oder Behinderung


Darüber hinaus gibt es Bestrebungen von Verbänden und Politik die dort aufgeführten Kategorien zu erweitern, bspw. um:

→ die regionale Herkunft

→ Elternschaft/ Pflegeverantwortung

→ den sozialen Status 

→ körperliche Merkmale

Eine Belästigung im Sinne von § 3 Abs. 3 AGG liegt vor, wenn unerwünschte Verhaltensweisen bezwecken oder bewirken, dass die Würde der betreffenden Person verletzt und ein feindliches Umfeld geschaffen wird. Gemeint sind sowohl verbale als auch nonverbale Verhaltensweisen. Von einem feindlichen Umfeld ist auszugehen, wenn die Eingriffe eine gewisse Erheblichkeitsschwelle überschreiten, das heißt, dass es zu Beeinträchtigungen der betroffenen Person kommt. 

Um eine Belästigung kann es sich handeln, wenn ein*e Arbeitnehmer*in z.B. gegenüber einem*einer Kolleg*in wiederholt schwulenfeindliche Witze macht, die mit einer Erniedrigung und Anfeindung einhergehen und zugleich das Arbeitsumfeld von dieser Stimmung erfasst wird. 

Eine sexuelle Belästigung (§ 3 Abs. 4 AGG) liegt vor, wenn die Belästigung aufgrund sexueller Motive erfolgt. Im Gegensatz zur Belästigung nach § 3 Abs. 3 AGG ist eine einzelne Handlung ausreichend (es muss kein feindliches Umfeld vorliegen), da der Eingriff in die Persönlichkeitssphäre besonders schwerwiegend ist.

Mobbing ist eine die Würde der betreffenden Person verletzendes Verhalten, insbesondere wenn ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird. 

Von Mobbing ist in der Regel die Rede, wenn das Verhalten mehrfach auftritt. 

Im Unterschied zu Diskriminierung ist Mobbing nicht an eine Merkmalszuschreibung geknüpft.

Sollte Ihre Frage nicht beantwortet worden sein, senden Sie gerne eine Email an xy@hfm-wuerzburg.de.